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Die Stiftung
Schloss Friedewald
Das Schloss liegt landschaftlich reizvoll in den vom Tourismus wenig berührten Höhen des Westerwaldes. Es sieht auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück.
Seine Geschichte beginnt im Jahre 1324, als Graf Gottfried zu Sayn in dem noch ungeschützten nordöstlichen Teil der Grafschaft eine Schutz- und Trutzburg errichtete. Der Hauptbau des Schlosses, das so genannte „Herrenhaus“ oder „Hohe Haus“ wurde 1580 von Graf Heinrich IV. zu Sayn erbaut. Architektonische Strenge und Anmut charakterisieren dieses schöne Bauwerk der späten Renaissance.
Brandschäden, weiterer Ausbau, die Wirren und Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, Erbfolgestreitigkeiten und schließlich eine ruhigere Zeit unter dem Schutz des Kaisers markieren die nächsten 150 Jahre der Schlossgeschichte. Doch ab etwa 1750 verfiel die Anlage mehr und mehr. Schließlich benutzten sogar die Bewohner der Umgebung das Schloss als Steinbruch und rissen alles heraus, was sie nur gebrauchen konnten.
Mit dem Erwerb des Schlosses durch Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Jahr 1886 begann der Wiederaufbau der Anlage. Unter großen Mühen trug der Kunstkenner und
-sammler wieder zusammen, was in den vergangenen Jahren gewaltsam entfernt worden war. Jedoch hatte sich Fürst Alexander durch die mit viel Enthusiasmus betriebene Restaurierung so stark verschuldet, dass er das Schloss schließlich veräußern musste.
Seit 1949 wird das Anwesen von der Evangelischen Sozialakademie genutzt. Zahlreiche Um- und Ausbauten der Schlossanlage wurden durchgeführt, um den Anforderungen an eine moderne Tagungsstätte gerecht zu werden. Bei allen Baumaßnahmen stand dabei die sorgfältige Bewahrung der historischen Bausubstanz im Vordergrund.
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Zum Jahreswechsel 2005/2006 erlebt Schloss Friedewald einen weiteren Neuanfang. Wegen dringend erforderlicher Bau- und Brandschutzmaßnahmen wird der Seminarbetrieb der Evangelischen Sozialakademie von Januar bis voraussichtlich April 2006 unterbrochen. Die Wiedereröffnung ist für den Mai 2006 geplant und wird mit einer Expertentagung gefeiert.
Weitere Informationen finden Sie hier. |
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